Anders Åberg

Willkommen in der Welt von Anders Åberg und Mannaminne!

„Der Zweck von Mannaminne ist es zu zeigen, wie alles miteinander verbunden ist. Die Kultur hängt von der Geschichte, Technologie und den Einflüssen von nah und fern ab. Der Mensch ist neugierig, unruhig und kann in seinem kurzen Leben mit seinen Nächsten mitfühlen.“ – Anders Åberg

Mannaminne verdanken wir Anders Åberg (1945-2018), einem Stockholmer Künstler, der sich nicht mit zweidimensionaler Malerei zufrieden gab, sondern die Holzhäuser und Figuren aus Leinwänden und Wandgemälden herausragen ließ. Mit seinen sozialbewussten, poetischen Darstellungen von verschwindenden Landschaften, Porträts verlassener Häuser und Slums in Großstädten sowie Abbildungen menschlicher Verhältnisse an verschiedenen Orten der Welt hat er auch die Gestaltung von Museen in Schweden für immer verändert.


Der Schwede Leif Kåvestad schrieb einst über ihn:

Anders Åberg begann seine Karriere als Maler und wurde durch seine Verzierungen der 1975 eingeweihten Metrostation Solna in Stockholm bekannt, die er zusammen mit Karl Olov Björk ausgestaltete.

Besonders markant sind die blutrot und tiefgrün gestrichenen Wände, mit improvisierten Bildern und dreidimensionalen Szenen hinter Glas. Die Ausgestaltung der Station gilt als Zeitzeugnis der 1970er Jahre in Schweden, als man Themen wie Umweltgifte und Landflucht debattierte. Schaukästen und Wandgemälde zeigen Akkordeonspieler, Jogger, Baggerfahrer und sogar einen lebensgroßen Elch.


Es war eine Ära des Wandels, und Anders Åberg erhielt immer wieder Aufträge für Ausstellungen und Kunst im öffentlichen Raum.

Dann wechselte er von der Malerei auf das Schnitzen. Menschen, Tiere, Gebäude und Boote sind wiederkehrende Motive in seiner dreidimensionalen Holzkunst. Das Haus symbolisiert das eigene Ich und den Nabel der Welt, während das Schiff eine schützende, mächtige Mutter andeutet.


Nach Hausabbildungen, geschnitzten Häusern und Modellen war der nächste Schritt für Anders Åberg, sich selbst als Tischler zu versuchen und Gebäude zu errichten, die Platz für seine Visionen und seine gesammelten Straßenbahnwagen hatten.

Im Laufe seiner Karriere fertigte er insgesamt 131 Verzierungen und öffentliche Kunstwerke für Institutionen, Gemeinden und Unternehmen in Schweden und im Ausland an. (Bereits am Stockholmer Flughafen Arlanda werden Schweden-Urlauber mit mehreren Åberg‘schen Werken begrüßt!)


Darüber hinaus zeichnete er für Kulissen in mehreren Filmen verantwortlich: Ronja Räubertochter (1984), Der Flug des Adlers (1982) und Äppelkriget („Der Apfelkrieg“, 1971). All diese Aufträge haben Mannaminne finanziell ermöglicht.


Anders Åberg verstarb am 23. Januar 2018. Mit dem einzigartigen Museums- und Kunstkomplex Mannaminne hat er der Welt ein großes Stück seines Schaffens hinterlassen.


Aus einer Idee ist ein Kulturzentrum geworden – hier in Nordingrå, zwischen Härnösand und Örnsköldsvik im UNESCO-Welterbe Höga Kusten

Mannaminne – eine Wunderkammer von Format


Alles begann 1980 mit dem Café Mannaminne, das Anders und Barbro Åberg zusammen mit den Künstlerfreunden Lisa Carlsson und Dag Wallin gründeten. Es sollte ein Café mit und für die Kunst, Kultur und Musik sein, weit weg von der Großstadt, um die Welt nach Nordingrå zu bringen.


Mit der Zeit wuchs das Café Mannaminne, in Zusammenarbeit mit vielen Künstlern und Tischlern, zu einem lebendigen Kunstpark mit über 50 Häusern heran, die aus verschiedenen Ländern und Epochen stammen. Da gibt es das Globushaus, den chinesischen Pavillon, das estnische Haus, das Akkordeonhaus, das ungarische Bauernhaus, das Kunstmuseum, die Rundscheune, die Stabkirche, das norwegische Haus, das Haus der Technik, das Landwirtschaftsmuseum, die Kapelle der Minderheiten, das Küstenmuseum und ein als finnisches Herrenhaus erbautes Hotel.


Einige Häuser wurden aus benachbarten Gemeinden hierher versetzt, während andere aus fernen Ländern stammen. Einige wurden auch vor Ort neu errichtet. Alle sind ausgeschmückt und randvoll mit Kunst und kuriosen Artefakten gefüllt.


Zusammen mit den unzähligen Objekten – Booten, Straßenbahnen, Flugzeugen, Fahrzeugen und landwirtschaftlichen Geräten und sogar einem ausgestopften Mammut – stellt Mannaminne eine einzigartige Sammlung von Kunst und historischen Zeugnissen dar, in einer Umgebung, die sowohl zum Denken anregt als auch Ruhe bietet.


Anders und Barbro Åberg haben den gesamten Komplex bis 2012 eigenhändig geführt. Dann wurde er der Stiftung Mannaminne übertragen

Café Mannaminne Höga Kusten byggdes 1980
Karta området på Mannaminne Höga Kusten

Mannaminne

Häggvik 109, 870 30 Nordingrå

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